In der Lasermikrobearbeitung bestimmt die Pulsdauer maßgeblich die Qualität des Ergebnisses. Je kürzer der Impuls, desto geringer ist der thermische Einfluss auf das Bauteil.
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Nanosekundenlaser (ns): Der Klassiker
Bewährt für Standardaufgaben. Durch die längere Einwirkzeit entsteht Schmelze, was oft Nacharbeit (z.B. Schleifen oder Polieren) erfordert.
- Pulsdauer: 10-9 s
- Funktionsweise: Das Material wird bis zum Schmelzpunkt erhitzt und verdampft.
- Ergebnis: Es entsteht eine Schmelzschicht sowie eine merkliche Wärmeeinflusszone (WEZ). Oft ist eine mechanische oder chemische Nacharbeit (z.B. Elektropolieren) nötig, um Grate zu entfernen.
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Pikosekundenlaser (ps): Die Brückentechnologie
Ein signifikanter Sprung in der Präzision im Vergleich mit dem Nanosekundenlaser. Die Wärmeentwicklung ist bereits stark reduziert, was für viele industrielle Anwendungen ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
- Pulsdauer: 10-12 s (ein Billionstel einer Sekunde).
- Funktionsweise: Fast gratfrei, deutlich reduzierter thermischer Einfluss im Vergleich zum ns-Laser. Die Energie wird so schnell eingebracht, dass eine Bildung von Schmelze minimiert wird.
- Einsatz: Ideal für Anwendungen, die eine recht hohe Präzision erfordern, bei denen der Femtosekunden-Laser ökonomisch noch nicht notwendig ist.
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Femtosekundenlaser (fs): Das Nonplusultra der UKP-Technologie bei KMLT®
Die Spitze des technisch Machbaren für die industrielle Serienfertigung. Durch die nahezu vollständige Eliminierung der Schmelzphase erreichen wir maximale Genauigkeit bei minimalster, vernachlässigbarer thermischer Belastung – ein entscheidender Faktor für die Hochleistungskomponenten der Medizintechnik und Mikrooptik.
- Pulsdauer: 10-15 s (ein Billiardstel einer Sekunde).
- Funktionsweise: Es erfolgt eine „kalte“ Abtragung durch direkte Sublimation. Das Material geht sofort vom festen in den gasförmigen Zustand über, ohne zu schmelzen.
- Vorteil: Absolut rückstandsfreie Ergebnisse, keine Oxidation und höchste Kantenqualität im Sub-Mikrometerbereich. Selbst temperaturempfindlichste Materialien oder transparente Stoffe (wie Glas oder Polymere) lassen sich perfekt bearbeiten.
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